KONZERTE
Januar
Alle Konzerte finden im KofferMusicClub statt
Konzertbeginn ist in der Regel um 21 Uhr, es sei denn es ist bei der Veranstaltung anders angegeben
Alle Tickets gibt's auch hier online sofort zu kaufen und selbst ausdrucken!! Einfach bei der entsprechenden Vorstellung auf den Link "Tickets online" klicken.
Tickets gibt's außerdem in
Nürnberg: Karstadt, Lorenzer Platz
Fürth: Frankenticket am Kohlenmarkt
Erlangen: erlangen ticket Fuchsenwiese (im E-Werk) und Neuer Markt, Rathausplatz 5
Außerdem gibt es für alle Veranstaltungen die Tickets in der Kofferfabrik am Tresen
Konzerte nach Monat:

Sobald ihr herzhaftes Lachen verklingt und Solly ihre Stimme zur Gitarre erhebt, beginnen ihre gefühlvollen Songtexte zu leben. Sie wird das „Girl In The Middle“, zu „Just A Fool“ und den „Six Strings“ ihrer Gitarre und leidenschaftlichen Liebe zur Musik - mal sprühend, mal tieftraurig. Nach beachtlichen In- und Auslandserfahrungen legt die Münchner Sängerin, Musikerin und Songwriterin mit „Miles“ ihr offzielles Debütalbum mit 13 Eigenkompositionen vor, eingespielt mit versierten Studiomusikern und dem international renommierten Schlagzeuger und Produzenten Stephan Ebn (u.a.Gianna Nannini). Mühelos moduliert sie darauf fließend jazzige und folkige Passagen und singt bisweilen so fordernd und provokant wie Pink oder einst Janis Joplin. Die Tochter eines syrischen Immigranten und einer Deutschen brachte sich zwar erst mit 21 Jahren das Gitarrenspiel bei und beherrscht inzwischen auch die anspruchsvolle Slide Guitar. Doch die musikbegabte Solly genoss von Kindesbeinen an eine fundierte Klassikausbildung, lernte Klavier, Violine, Bratsche und trat mit einem Kammerorchester, Sinfonieorchester und einem Chor auf. Fast fünf Jahre verbrachte sie später im Ausland, tourte mit dem amerikanischen Bluesmusiker und 3-fachen Grammy-Gewinner Keb’ Mo’ durch die USA, Kanada und Australien und erprobte sich in Los Angeles als Solistin auf Open Stages, was auch zu ersten, eigenen Songs führte. Zurück in München machte sich die bühnenerprobte und vielseitige Solly schnell einen Namen. Sie komponierte die Musik zum Kurzfilm „Schlafende Gesichter“ des Filmhochschülers Mike Viebrock, gewann den „Trossinger-Blues-Contest“, bestritt das Vorprogramm zu Fools Garden und John Lee Hooker Jr. und trat mehrmals bei „Songs Wanted“ im Münchner Schlachthof auf. Die Presse verglich ihre eindringliche Stimme mit Sheryl Crow ebenso wie mit Norah Jones und Katie Melua. Solly zwingt zum Zuhören und besitzt das, was nur wenigen in die Wiege gelegt wurde - Persönlichkeit, Ausstrahlung, Intensität, eine bezwingende Natürlichkeit und ganz persönliche Note. Solly - das ist Neo-Folk mit dem warmherzigen Pulsschlag des Blues.
Wie soll's denn schmecken? Sweet oder Hot? Keine Frage, die Red Hot Serenaders machen einfach beides: Rainer Wöffler und Tanja Wirz servieren hochprozentigen Blues, heissen Jazz, zartbittere Chansons, schmelzende Hawaiimusik und rattenscharfen Ragtime. Zubereitet werden diese hauptsächlich aus den 20er- und 30er-Jahren stammenden musikalischen Leckerbissen auf einer breiten Palette von Instrumenten. Ob Gitarre, Ukulele, Mandoline, Slidegitarre, Waschbrett, Cajon oder Klarinette: Nichts ist vor den beiden begeisterten Musikanten sicher. Gespielt wird stilgerecht ohne Strom, dafür mit umso mehr Groove, zweistimmigem Gesang, einem Löffelchen Schmalz, einem Augenzwinkern und einem Schuss Frim Fram Sauce. Guten Appetit!
Klezmer ist Hochzeitsmusik und sie vereint die Musikstile der vielen Ethnien Osteuropas in typische jüdischer Ausdrucksweise. Schmitts Katze haben sich schon viele Jahre mit dieser Musik auseinander gesetzt und das merkt man ihrer Spielweise an. Die Bulgars und Freylakhs sprühen Energie. Jiddische Lieder interpretieren sie in typischer Klezmer-Weise, fast immer tanzbar und doch voller Schwermut und jüdischer Melancholie. Man erlebt bei Schmitts Katze noch mit Herz und Hand gemachte Musik. Wo immer es geht, spielen sie ohne Verstärkung. Von der ersten Sekunde an bauen sie Spannung auf, die sich in treibenden Rhythmen und zuckenden Beinen entlädt. Der Spaß, welchen die Musiker hierbei selbst empfinden, überträgt sich augenblicklich auf das Publikum. Doch auch dieser ausgelassenen Tanzwut werden wieder gefühlvoll schönen Melodien und Lieder gegenübergestellt, welche für eine schaurig schöne Gänsehaut sorgen.
Matthias Grob - Klarinette, Armin Griebel - Kontrabass, Christian Hartung - Geige, Bratsche, Gesang, Marcel Largé - Mandoline, Gitarre, Gesang
Die musikalische Grundlage ist eine zeitgemäße, groovige Soundmischung aus R&B und Soul. Die Musik klingt vertraut - und neu zugleich, weil die Songs , anders arrangiert, in englischer Sprache gesungen, zum Hinhören anleiten. Die "Schwassla" bringen ihre Musik locker rüber, mit viel Spaß am Musizieren, der sich aufs Publikum überträgt. Die achtköpfige Band wurde im Jahre 2000 gegründet, besteht aus erfahrenen Musikern, die in der regionalen Szene in den verschiedensten Bands gespielt haben oder noch spielen. Marion Bachl ist eine Powerfrau mit einer charismatischen Stimme, die den Blues beim Singen lebt. Die "Schwassla" – Horns, bestehen aus Traugott Jäschke am Tenor-Saxophon, einem Urgestein der fränkischen Blues-, Soul- und Jazzszene, Christian Walter am Alt-Saxophon und mit Leo Jubl. Jörg Bullerschen am Keyboard, Marcus Vitzithum an der E-Gitarre, Attila Schrödel am Bass und Rolf Vitzthum am Schlagzeug, der Bandgründer, vervollständigen die "Schwassla".
DIVING FOR SUNKEN TREASURE sind wahrscheinlich Berlins herausragendste Liveband, wenn es darum geht in virtuosester Manier die erdenklich besten Zutaten aus Rhythm'n'Blues, Gypsy und Swing zu einem unwiderstehlich-mitreißenden und zu jeder Sekunde durch Mark und Tanzbein gehenden Rock'n'Roll-Cocktail zu vermengen. Irgendwie Blues, aber dafür zu schnell. Irgendwie Swing, aber dafür zu dreckig. Irgendwie Gypsy, aber dafür zu Rockabilly. Stimmen, die von einem Leben erzählen, das ihre Besitzer eingedenk ihres Alters (Ende 20 / Anfang 30) eigentlich gar nicht gelebt haben dürften. Doch auch atmosphärische Instrumentals wie "Queen Anne's Revenge", welches geradezu einem Morricone- Soundtrack entsprungen sein könnte, gehören zum weitreichenden Repertoire dieser Tausendsassa! Dabei sind die Stilexperimente hier allerdings nie Selbstzweck, sondern stützen die Songs, wie die Psychobillylicks im galoppierenden "Goodbye Memphis". Ruhepausen gibt es nur wenige ("The Devil's Got Him"). Vollgas heißt die Devise, aber nie angestrengt, sondern immer lässig: Django Reinhardt lässt grüßen. DIVING FOR SUNKEN TREASURE sind eine absolut begnadete Liveband: Bei "60 MPH" atmet man unweigerlich die rauchgeschwängerte Luft holzvertäfelter Hafenkneipen, während "Give Me What I Want Or I Freak Out" wiederum lauthals in einer verschwitzten Masse mitgegrölt werden möchte!
Besetzung: Huckleberry Blues: Guitar / Vox Johnny Dingsbums: Drums / Vox Chris McCool: Upright Bass / Vox Max Paul Maria: Guitar / Vox Forster Fatal: Percussion / Riots
Quentin Tarantino dreht wieder ein Roadmovie? Dr. Will hat den passenden Soundtrack dazu! Schepperndes Megaphon, verzerrtes Banjo, Voodoopriester und Radio-DJ – wenn der Doktor und seine Wizards die Bühne betreten, kann man das getrost als Event bezeichnen! Denn was den ahnungslosen Zuschauer nun erwartet, sprengt den Begriff "Konzert" bei weitem: Dies, meine Damen und Herren, ist eine "Voodoo Blues Show"! Dr. Will – in Süddeutschland bereits zur Kultfigur avanciert – behandelt seine Patienten mit einer Medizin der besonderen Art: Sein Zaubertrank gemixt aus einer ordentlichen Dosis Blues, angereichert mit einer Portion Rootsmusic, versetzt mit einem Schuss Rock und gewürzt mit einer kräftigen Prise "Durchgeknalltheit" entfaltet bald seine Wirkung und verwandelt jeden Club in einen brodelnden Hexenkessel. Dreckige Gitarrensolos jagen mit heißen Banjoparts um die Wette, der Bass wummert, groovige, erdige Beats zischen durch die Lüfte, die Verstärker glühen – die Wizards sind in Aktion und versetzen ihr Publikum katapultartig in Trance! Auch Schaufensterpuppe Marlene gibt sich die Ehre und verfolgt das Geschehen direkt von der Bühne aus, Wohnzimmerlampen strahlen dort intime Behaglichkeit aus während ab und an ein altes Telefon auf dem Schreibtisch des Doktors klingelt... Die kokette Garderobe der Künstler und allerlei ausgefallene Requisiten tragen dazu bei, dass sich der Zuschauer mitunter im Cabaret wähnt - während die theatralischen Intermezzi zwischen den Songs ab und an eine Nuance Varieté - Kleinkunst durchschimmern lassen. Das bunte Treiben auf der Bühne erinnert an den Budenzauber der Schausteller, werden hier doch mit jedem Stück wieder neue, optische und akustische Sinnesreize dargeboten... Die Songs des Doktors geben uns einen Einblick in seine Welt: Sehr authentisch und mit viel "New Orleans - Feeling" vorgetragen; - jedoch auch immer mit einem Augenzwinkern werden hier intelligente Geschichten erzählt über Gott und die Welt, über Dampfmaschinen und whiskey-getränkte Nächte, über Liebe und Lügen sowie tiefe Narben, die sich plötzlich wieder bemerkbar machen... Ladies and Gentlemen, fasten your seatbelts and enjoy the Voodoo Groove Show!
Dr. Will - Vocals, Drums, Noises, Sashmo Bibergeil – Guitar, Uli Kümpfel - Banjo, Guitar, Mandolin, Doghouse Dom - Double Bass, Anja Morell - Vocals, Accordion
Das Ice Blue Orchestra startet ab Januar 2012 zu einer Konzertreise in mehrere Städte, im Gepäck ihr brandneues, zweites Album "Between Destinations". Die drei Instrumentalisten Reiner Winters – Keyboards, H.H.Babe – Bass & Keyboards und Holger Röder – Cymbals & Drums verbinden mühelos Jazz-Styles mit klassischen Motiven und Rock-Grooves, deren geschickte Arrangements sich in gut hörbarer Ohrenkost sowie spannungsreicher Programm-Musik entladen. Laufend wechselnde Stimmungsbäder, von komplexen Harmoniefolgen zu lässigem Swing, fesseln den Konzertbesucher. Über all dem Klangreichtum bleibt dieses Trio erstaunlich melodiös, was jeden Gesang überflüssig erscheinen lässt.
Seit 20 Jahren unterwegs als Sänger, Gitarrist und Songwriter, tourt er durch ganz Europa. Seine musikalischen Einflüsse reichen von John Lee Hooker zu Mahalia Jackson bis zu Frank Sinatra - aber in seiner eigenen Interpretation. Derzeit ist er im Duo mit dem tschechischen Blues- und Jazzpianisten Ondra Kriz unterwegs. Seit 2009 touren die Beiden durch Europa und spielen ihren ganz eigenen Blues mit den Wurzeln im Gospel.
Schon mal charmant bewegt worden ? Mit einem Hauch französischer Extravaganz und 120 per funky black beats entführt dich b.moved auf charmante Weise in den funk 2.0. Infiziert von Funky Rock+Pop Grooves wollen die Adern nicht mehr still stehen – eben b.moved. Der Beat von b.moved wird von Stephanie Hellinger (Gesang), Michael Pohl (Gitarre), Manfred Schimke (Bass) und Ulrich Noack (Drums) zum Leben erweckt. b.moved wird 2005 als Garage Band in Nürnberg gegründet. Schon damals ist der Groove + der Funk der Antrieb aller Ideen, um Tanzbares und "b.wegendes" zu erzeugen. die heute existierende Formation hat sich im wahrsten Sinne "gefunden" und einen speziellen Draht zueinander entwickelt. Dieser Draht und die vielfältige Erfahrung der b.moved. Musiker sind es, die den Charakter jedes Songs zu einer eigenen Geschichte machen. b.lovely and b.charmed - just b.moved!
Woanders heißen sie Singer/Songwriter Slam oder schlicht Song Slam. Das Konzept ist ähnlich wie bei einem Poetry Slam: Mit selbstgeschriebenen Songs treten Liedermacher gegeneinander an und lassen eine Jury oder die Zuschauer den Sieger des Abends küren. Der Unterschied zum Poetry Slam liegt auf der Hand: Man darf singen und Instrumente verwenden. Natürlich sollte auch hier der Wettbewerb nicht im Vordergrund stehen, sondern es geht darum durch gemeinsames Musizieren einen abwechslungsreichen Abend zu gestalten. Die Regeln: Jeder Liedermacher spielt ein Lied um das Publikum in seinen Bann zu ziehen, die Zuschauer stimmen ab, welche Singer/Songwriter ins Halbfinale ziehen, wer ins Duell der letzten beiden bestreitet und zu guter Letzt wer die Bühne als Liedermacherkönig des Quartals verlässt! Die Moderation übernimmt der bekannte Kleinkünstler Michael Jakob. Anmelden kann man sich unter 0160/94196597
In einer Welt, die digital dahin- und vorbeiplätschert, sind David Judson Clemmons und seine Band so analog wie ein gutes Buch. Damn The Machine, JUD, The Fullbliss, David Judson Clemmons. Einfach hat es sich und seinen Zuhörern der in Richmond, Virginia geborene Songwriter nie gemacht. Seine Musik ist so einfach wie das Leben. 14 Alben zeugen bislang von der Originalität und Kreativität dieses Künstlers. "Cold White Earth", die aktuelle Scheibe, mit minimalen Mitteln aufgenommen in einem eisigen Berliner Keller. Vom gespenstischen "December´s Tree", dem Beginn einer Winterreise voller Wandlungen, bis zum kathartischen "To Live Is To Fly", Ende und Neubeginn. Der Ton unterstreicht die Lyrik, sorgt für die Erdung, die Wurzeln. Eine gehörige Portion Energie gehört mit dazu, Fliegen hart am Abgrund will schließlich gelernt sein. Die Musiker, die ihn auf diesem Trip begleiten sind bereit sich mit ihm fallenzulassen, sich im Treibsand der Songs zu verlieren, mit einem Fisch im Maul am anderen Ufer wieder aufzutauchen. Keine leichte Reise, keine einfache Reise. Eine Reise so einfach wie das Leben.
Two roads diverged in a wood, and I— I took the one less traveled by
And that has made all the difference. (R.Frost, 1920)
Schorsch Hampel ist in München geboren und verlässt die Stadt nur, wenn er musikalisch unterwegs ist. Nachdem er sein Handwerk als Gitarrist und Sänger in diversen Bands und bei unzähligen Sessions verfeinert hat, gründete er 2003 die Bagasch, um seinen Mundart-Blues unter die Leute zu bringen. Seitdem treiben sich Schorsch & de Bagasch auf den angesagten Bühnen der Südstaaten erfolgreich herum. Der Ursprung ihrer Musik liegt in der Southside von Chicago genau so wie im Westend von München. Schorsch erzählt mit glaubwürdigem Blues in der Stimme Geschichten, die mitten aus seinem Hirn kommen oder die er auf der Straße "zusammenklaubt". Es sind Texte mit Biss und dem sprichwörtlichen Münchner Grant, aber auch zum Schmunzeln, Träumen oder Nachdenken.
13 Jahre waren Marcus Waloschik und Stefan Kugler mit "Bach3Barden1Band" auf Achse und spielten dabei über 500 Konzerte in ganz Deutschland. Jetzt sind sie als Duo auf der Bühne zu erleben! Feine, akustische Musik - bissige Texte! 2 Barden wieder "live" unterwegs - die Kaperfahrt geht weiter ... Gespielt wird, was den Beiden gefällt! Vor allem eigene Songs ihrer alten Band B3B1B - völlig neu arrangiert und interpretiert - sowie instrumentale Titel: viele Eigenkompositionen, aber auch ausgesuchte Coverversionen von Steve Morse, Michael Hedges, Eric Johnson u.a. Genießen Sie einen Abend mit "Kugler & Waloschik"! Virtuoses Gitarrenspiel trifft auf einen außergewöhnlichen Bass – wunderschöne Songs verbinden sich mit bissigen, bösen aber auch romantischen Texten! Lassen Sie sich zu einem musikalischen Abenteuer einladen: Akustikgitarre, Akustikbass, Gesang, mehr brauchen die Beiden nicht!
THOS HENLEY
Thos Henley wuchs in Südengland in dem kleinen Dorf Netley (Southampton) auf. Doch anstatt sich wie seine Altersgenossen mit Skateboard und Spielekonsole durch den Provinzalltag zu daddeln, beschäftigte sich der Knabe viel lieber mit alter Musik und verstaubter Reiseliteratur über ferne Bräuche und Länder. Inspiriert durch Lord Byron und Patrick Leigh Fermor verließ Thos Henley schließlich vor einiger Zeit seine englische Heimat, um als wandernder Musiker die Orte zu besuchen, deren Namen und Beschreibungen ihn seit seiner Kindheit so schwer beeindruckt hatten. Im Gepäck: wenig mehr als sein britischer Charme und eine krumme akustische Gitarre, ganz nah dem vielbeschworenen romantischen Ideal. Logische Konsequenz war, dass er in der Folge lernen musste, sich von einer Dose Sardinen am Tag zu ernähren. Das liegt jedoch nicht an fehlendem Talent, sondern an der Zeit, in der er lebt. Thos Henley gehört nicht in die Fußgängerzone, in der er sich heutzutage herumquälen müsste. Damals bei Hofe wäre er für seine Dienste reich entlohnt worden, ist Thos Henley doch jemand, der einen Herrscher in geselliger Runde geistvoll unterhalten kann und kurz darauf dessen Gemahlin zärtlich in den Schlaf singt. Ein letzter großer Romantiker. Jemand dessen Liebe die Weite des Landes, die Freiheit der Straße und die Freundschaften, die man dort knüpft, umschließt und mit einer beinahe unheimlichen Eleganz in seine Musik hinüberführt. Man mag kaum glauben, dass die Aufnahmen seines Debütalbums zwischen seinem 20. und 23. Lebensjahr entstanden sind. Sie klingen so altmodisch wie zeitlos und dabei viel britischer, als der Künstler selbst das je von sich behaupten würde.
In den letzten beiden Jahren hat Thos Henley größtenteils zu Fuß Frankreich, Griechenland und Schweden bereist. Dazwischen hat er in einer WG-Küche in Paris gelebt und jedes Konzert gespielt, dass man ihm angeboten hat. Er plant, demnächst nach Montenegro umzusiedeln, wo alles wärmer und billiger ist. Als Plattenlabel kann man ihm nur folgen und die Aufnahmen sammeln, die er an den verschiedenen Orten hinterlässt. Aufnahmen, in denen Orte und die Musiker, die dort leben, hörbar werden, dabei jedoch nie die Einzigartigkeit und Größe dieses schmalen und jungen Reisenden überdecken.
Florian Baessler
Er fürchtet sich vor keinem großen Namen: Weder Madonna noch Frank Sinatra können ihm echten Respekt einflössen, denn das einzige was für den Erlanger Florian Baessler zählt ist ein guter Song. So stehen also in seinem Programm große Popsongs neben kleinen Perlen von denen man noch nie gehört hat - und dazwischen streiten eigene Songs, wundersame Ansagen und des Meisters treffender Wortwitz um die Vorherrschaft auf der Bühne. Der Gewinner ist jedes Mal derselbe: Der Zuhörer. Der unverwechselbare Sänger macht aus jedem Lied das, was er angemessen findet. Musikalisches Schubladendenken hilft einem bei diesem Konzert nicht weiter, man sollte eher das Schlimmste erwarten und sich freuen, wenn es dann auch soweit kommt. Denn das was Florian Baessler auf der Bühne zaubert ist nicht nur musikalisch über jeden Zweifel erhaben sondern auch Musikkabarett in minimalistischer Form - wer alles ernst nimmt was von der Bühne gesagt wird geht vermutlich verstört nach Hause. Das wichtigste was man über Florian Baessler sagen kann ist allerdings recht einfach: Er hat einen coolen Groove. Wenn er auf der Bühne steht kann man nicht entkommen, außer man verlässt den Raum - aber das will niemand mehr nachdem er das erste Lied gehört hat.
Jedes der zahlreichen Konzerte Markus Segschneiders ist ein Erlebnis der besonderen Art: Sorgfältig ausgearbeitete Songs mit Tiefgang und virtuoses Gitarrenspiel in selten gehörter Einheit. Markus Segschneider verfügt als Gitarrist über ein ungeheuer großes Repertoire an Stilmitteln, die sich in seinen Kompositionen nahtlos miteinander verbinden. Markus Segschneider werden seit einiger Zeit "umwerfendes Gitarrenspiel" (Bridge guitar reviews) und eine "überbordende Ideenvielfalt" (Akustik Gitarre) attestiert. In Erscheinung getreten ist der Kölner bislang im Rahmen einer bereits unüberschaubaren Anzahl vielfältiger musikalischer Projekte, so z.B. als Mitglied diverser Bandformationen, gefragter Studiomusiker, Arrangeur und Komponist. Viele Spieltechniken der Akustikgitarre sind auf den CDs "Woodcraft" bzw. "Snapshots" und in den Konzerten zu hören - dass diese nicht zum Selbstzweck geraten, liegt an den betörenden Melodien, einer außergewöhnlichen harmonischen Sprache und einer Spielfreude, die unmittelbar in ihren Bann zieht.

